Währungsübergreifendes Abrechnungsrisiko

DEFINITION des "währungsübergreifenden Abrechnungsrisikos"

Ein Abwicklungsrisiko, bei dem eine an einer Devisentransaktion beteiligte Partei die von ihr verkaufte Währung weiterleitet, die Währung jedoch nicht erhält. hat gekauft. Beim Cross-Currency-Settlement-Risiko ist der volle Betrag der gekauften Währung gefährdet. Dieses Risiko besteht ab dem Zeitpunkt, zu dem vom Finanzinstitut eine unwiderrufliche Zahlungsanweisung für die Verkaufswährung abgegeben wurde, bis zu dem Zeitpunkt, zu dem die Kaufwährung auf dem Konto des Instituts oder dessen Beauftragten eingegangen ist.
Auch Herstatt-Risiko genannt, nach der kleinen deutschen Bank, deren Scheitern im Juni 1974 diese Gefahr exemplifiziert hat.

UNTERBRECHEN 'Währungsübergreifendes Abrechnungsrisiko'

Ein Grund für dieses Risiko ist der Unterschied in den Zeitzonen. Da bei Devisengeschäften weltweit rund um die Uhr gehandelt wird, bedeuten Zeitunterschiede, dass die beiden Zweige einer Währungstransaktion im Allgemeinen nicht gleichzeitig abgewickelt werden.
Als Beispiel für ein Cross-Currency-Settlement-Risiko sei eine US-Bank genannt, die am Spotmarkt 10 Millionen Euro zum Wechselkurs von 1 EUR = 1 USD kauft. 40. Das bedeutet, dass die US-Bank bei der Abwicklung 14 Mio. USD und im Gegenzug 10 Mio. EUR von der Gegenpartei für diesen Handel. Ein Cross-Currency-Settlement-Risiko entsteht, wenn die US-Bank eine unwiderrufliche Zahlungsanweisung in Höhe von 14 Millionen US-Dollar vorlegt, einige Stunden bevor sie die 10 Millionen Euro auf ihrem Nostro-Konto erhält, zur vollständigen Abwicklung des Geschäfts.