Passives Management

Was ist 'Passives Management'

Passives Management ist ein Managementstil, der mit börsennotierten und börsengehandelten Fonds (ETF) verbunden ist, bei dem das Portfolio eines Fonds einen Marktindex widerspiegelt. Passives Management ist das Gegenteil von aktivem Management, bei dem die Manager eines Fonds versuchen, den Markt mit verschiedenen Anlagestrategien und Kauf- / Verkaufsentscheidungen von Wertpapieren eines Portfolios zu schlagen. Passives Management wird auch als "passive Strategie", "passives Investieren" oder "Index Investieren" bezeichnet.

UNTERBRECHUNG 'Passives Management'

Anhänger des passiven Managements glauben an die effiziente Markthypothese. Sie besagt, dass die Märkte zu allen Zeiten alle Informationen einbeziehen und widerspiegeln, was die individuelle Aktienauswahl vergeblich macht. Infolgedessen besteht die beste Anlagestrategie darin, in Indexfonds zu investieren, die in der Vergangenheit die Mehrheit der aktiv gemanagten Fonds übertrafen.

Die Forschung hinter passivem Management

In den 1960er Jahren führte der Wirtschaftsprofessor der Universität von Chicago, Eugene Fama, umfangreiche Untersuchungen zu Aktienkursen durch, was zu seiner Entwicklung der Efficient Market Hypothesis (EMH) führte. Das EMH behauptet, dass die Marktpreise alle verfügbaren Informationen und Erwartungen vollständig widerspiegeln, so dass die aktuellen Aktienkurse die beste Annäherung an den inneren Wert eines Unternehmens darstellen. Versuche, systematisch Aktien zu ermitteln und zu verwerten, die auf der Grundlage von Informationen falsch bewertet werden, scheitern in der Regel daran, dass die Kursbewegungen weitgehend zufällig sind und in erster Linie von unvorhergesehenen Ereignissen getrieben werden. Obwohl eine Fehlbewertung auftreten kann, gibt es kein vorhersehbares Muster für ihr Auftreten, das zu einer konsistenten Outperformance führt. Die Hypothese der effizienten Märkte impliziert, dass kein aktiver Investor den Markt über lange Zeiträume hinweg durchweg schlagen wird, außer durch Zufall, was bedeutet, dass aktive Managementstrategien unter Verwendung von Aktienauswahl und Market Timing nicht genug Wert schaffen können, um passive Managementstrategien zu übertreffen.

Sharpe gelangte zu dem Schluss, dass aktive Fondsmanager insgesamt schlechter abschneiden als passive Fondsmanager, und zwar nicht, weil ihre Finanzstrategien von Natur aus falsch sind, sondern einfach aufgrund der Gesetze der Arithmetik. Damit aktive Manager den Markt übertreffen können, müssen sie eine Rendite erzielen, die ihre Fondsausgaben übersteigt, die aufgrund höherer Verwaltungsgebühren, höherer Handelskosten und höherer Umsätze viel höher sind als bei passiven Fonds. Dies stimmt mit den Forschungen von Sharpe überein, die zeigen, dass aktive Manager als Gruppe um den Betrag ihrer durchschnittlichen Gebühren und Aufwendungen hinter dem Markt zurückbleiben.

Wenn eine passive Managementstrategie eingesetzt wird, besteht keine Notwendigkeit, Zeit oder Ressourcen für die Aktienauswahl oder das Markttiming aufzuwenden. Aufgrund der kurzfristigen Zufälligkeit der Renditen würden die Anleger besser durch ein passives, strukturiertes Portfolio bedient, das auf einer Diversifizierung der Anlageklassen basiert, um Unsicherheiten zu bewältigen und die Portfolios für ein langfristiges Wachstum an den Kapitalmärkten zu positionieren.